Weiterführung IV
Maßnahmen Weiterführung IV
Die neue Phase der KEM Traunstein – Start mit Juli 2024
M501 – Präsenz in der Region
Die Klima- und Energie-Modellregion Traunsteinregion stärkt ihre Sichtbarkeit und positioniert Klimaschutz als zentrales Zukunftsthema in der Region. Durch gezielte Pressearbeit, Beiträge in Social Media und aktive Netzwerkarbeit werden Projekte transparent gemacht und zur Nachahmung aufbereitet. Gemeinden, Betriebe und Haushalte erhalten konkrete Informationen zu Nutzen, Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten. So erhöht die KEM die Beteiligung, erweitert ihr Netzwerk und verankert die Energiewende dauerhaft im regionalen Selbstverständnis.
M502 – Neuerstellung des Umsetzungskonzepts
Das bestehende Umsetzungskonzept wird gemäß den Vorgaben des Klima- und Energiefonds vollständig aktualisiert und an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst. Damit erhält die Region ein strategisches Steuerungsinstrument mit klaren Zielen, Maßnahmen und Prioritäten für die kommenden Jahre. Die Überarbeitung schafft Planungs- und Investitionssicherheit für Gemeinden und Partner. Das neue Konzept bildet die verbindliche Grundlage für eine wirkungsorientierte Weiterentwicklung der KEM Traunsteinregion.
M503 – Nachhaltige Kommunen – Monitoring 2.0
Das kommunale Energiemonitoring wird technisch und organisatorisch ausgebaut und auf ein einheitliches, webbasiertes System für die Gemeinden umgestellt: Strom-, Wärme- und Mobilitätsdaten werden automatisiert bis auf Zählpunktebene erfasst und ermöglichen ein präzises Controlling. Daraus werden Einsparpotenziale, Effizienzmaßnahmen und Ausbaupfade für erneuerbare Energien abgeleitet, ergänzt durch gemeindeübergreifendes Benchmarking. Die KEM begleitet Förderanträge, optimiert bestehende Anlagen und schafft eine belastbare Datengrundlage für Investitionsentscheidungen.
M504 – Intelligente Vernetzung
Die Maßnahme bündelt Photovoltaik, Energiegemeinschaften, Speicherlösungen und Ladeinfrastruktur zu einem abgestimmten Gesamtsystem. Stromverbrauch wird gezielt an PV-Erzeugung angepasst, um Netzrestriktionen zu umgehen und Ertragseinbußen bei niedrigen oder negativen Strompreisen zu vermeiden. Großbatteriespeicher, Smartmeter-Reader und servergestützte Auswertungen ermöglichen aktives Lastmanagement und erhöhen die Versorgungssicherheit. Damit beschleunigt die KEM den Ausbau erneuerbarer Energie, stärkt regionale Wertschöpfung und hält den Ausbaupfad bis 2030 ein.
M505 – Regionale, saisonale Produkte – Ressourcen schonen
Die Klima- und Energie-Modellregion Traunsteinregion stärkt das Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel als wirksamen Hebel für Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Bürger*innen erhalten konkrete Informationen zum CO₂-Fußabdruck ihrer Ernährung und zu Direktvermarktern in der Region. Initiativen wie „Restlküche“ und Repair-Cafés in allen Gemeinden fördern Ressourceneffizienz und verlängern Produktlebenszyklen. So bleiben Wertschöpfung und Know-how vor Ort, während Emissionen und Abfälle sinken.
M506 – Soziale Energiewende
Die KEM stellt sicher, dass Klimaschutzmaßnahmen auch einkommensschwache Haushalte erreichen und finanzielle Hürden überwunden werden. Förderprogramme von Bund und Land werden aktiv kommuniziert, Anträge begleitet und Sozialfonds geschult. Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energielösungen werden gezielt initiiert und anhand von Musterprojekten sichtbar gemacht. Damit senkt die Region Energiekosten, reduziert Emissionen und stärkt soziale Teilhabe an der Energiewende.
M507 – Energiewende im mehrgeschossigen Wohnbau
Im mehrgeschossigen Wohnbau aktiviert die KEM bislang ungenutzte Potenziale für Photovoltaik, gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen und E-Ladeinfrastruktur. Wohnbauträger, Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften erhalten strukturierte Beratung zu Technik, Wirtschaftlichkeit und Förderungen. Überschussstrom wird zur Warmwasserbereitung genutzt, fossile Heizsysteme werden durch nachhaltige Alternativen ersetzt.
M508 – Dekarbonisierung der Mobilität
Die KEM verschiebt Mobilität systematisch in Richtung emissionsarmer Alternativen. Durch Kampagnen und Schulinitiativen wird Alltagsradeln als selbstverständliche Mobilitätsform etabliert. Gleichzeitig steigt der Anteil von E-Mobilität im motorisierten Individualverkehr, ergänzt durch den Ausbau regionaler Carsharing-Modelle. Weniger Zweit-PKW, mehr geteilte und elektrische Fahrzeuge – das senkt Emissionen, entlastet Haushaltsbudgets und steigert die Lebensqualität in der Region.